Der Eric Clapton von Wien: Peter Cornelius entfesselt in der Wiener Stadthalle

Peter Cornelius 2025 © Prinz SCHNAPPEN.at

Wer glaubt, Peter Cornelius stehe nur für gefälligen Austropop, hat ihn live verpasst. In der ausverkauften Halle F der Wiener Stadthalle zeigte der 75-Jährige eine musikalische Machtdemonstration, die weit über Nostalgie hinausging. Am Ende bebt die Halle.

Peter Cornelius & Band – !Zeitlos!
Wiener Stadthalle / Saal F,
6. November 2026

von Jürgen Pathy

Es gibt Künstler, die sind einfach Teil der Wiener Seele. Peter Cornelius hat sich seit den 1980er-Jahren mit Hits wie „Reif für die Insel“ unauslöschlich in die Herzen der Pre-Millennial-Generation gebrannt. Dass im Publikum überwiegend 50+ herrscht, ist somit keine Überraschung. Viele hat er mit dem unverwechselbaren Klang seiner Stimme durch prägende Lebensphasen begleitet, Nächte aus der Jukebox mit ihnen geteilt und den Soundtrack ihrer Jugend geliefert.

„Peter Cornelius & Band – !Zeitlos!
Wiener Stadthalle, 6. November 2026“
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Alexei Ratmanskys Ballett Wunderland sorgt für ein volles Haus

Charlotte Larzelere (Alice) und Lennard Giesenberg (Der Weiße Ritter) (Foto: RW)

Ratmanskys Interpretation des Klassikers nach Lewis Carroll ist schon allein der wunderschönen Kostüme wegen sehenswert, vor allem für jene, die mit der Kunstform Ballett noch nicht so vertraut sind. Das Publikum zeigte sich am Ende jedenfalls überaus begeistert.

Wunderland, Ballett von Alexei Ratmansky nach Lewis Carroll

Bühnenbild:  Sebastian Hannak, Kostüme:  David Szauder

Verschiedene Kompositionen

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg,
Leitung:  Vello Pähn

Hamburg Ballett, Hamburgische Staatsoper, 6. November 2026

von Dr. Ralf Wegner 

„Wunderland, Ballett von Alexei Ratmansky
Hamburgische Staatsoper, 6. November 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 8. NOVEMBER 2026

The leading Welsh soprano, Dame Gwyneth Jones, in Paris, 2002 de.wikipedia.org

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 8. NOVEMBER 2026

Jubiläum
Gwyneth Jones zum 90. Geburtstag: Von Wales zur Bayreuth-Ikone
Als die Sopranistin Gwyneth Jones in Hamburg den Shakespeare-Preis erhält, gibt sie zu Protokoll: „Singen ist wie Fliegen. Und doch muss man mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben.“ In den 1960er-Jahren hat Gwyneth Jones ihren Weg aus walisischen Tälern in die großen Opernhäuser der Welt gefunden und zwischen Wien und New York Jubelstürme ausgelöst – auch in München und Bayreuth.
BR-Klassik.de

Gwyneth Jones 90: Brünnhilde aus Wales (Bezahlartikel)
Gewaltige Stimme, charismatische Ausstrahlung: Gwyneth Jones sang die Brünnhilde in Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ in der Bayreuther Jahrhundertinszenierung von Patrice Chéreau. Jetzt wird sie neunzig.
FrankfurterAllgemeine.net

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klassik-begeistert.live, 8. November 2026“
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Zwischen den Sätzen 9:  Ein Konzert wie ein Typhon, Vater der Monster

NDR Elbphilharmonie Orchester
Andris Poga  Dirigent © Marc Ginot
Daniel Müller-Schott Violoncello

Sergej Prokofjew  Sinfonisches Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 125
Dmitri Schostakowitsch  Sinfonie Nr. 4 c-Moll op. 43

Elbphilharmonie, Großer Saal
Hamburg, 5. November 2026

 von Jörn Schmidt

In der griechischen Mythologie ist Typhon aka Typhoeus ein furchterregendes Ungeheuer. Er wird daher gerne „Vater der Monster“ genannt. Als Sohn der Urgöttin Gaia sollte er dem mächtigen Zeus zeigen, wo der Barthel den Most holt. Weil das trotz anfänglicher Erfolge nicht so recht gelingt, wird er ziemlich wütend und findet ein neues Geschäftsmodell – er wähnt sich zuständig für zerstörerische Stürme. Tropische Wirbelstürme firmieren daher heutzutage als Taifun. Wenn man so will, endet Dmitri Schostakowitschs Sinfonie Nr. 4 ganz nach Typhons Geschmack – zunächst türmen sich gigantische Klangmassen auf, bevor das Werk in einer gespenstischen, leisen c-Moll-Stimmung erstirbt. Das ist ein Statement, die Ruhe nach dem Sturm hinterlässt eine gähnende Leere: Was eben noch triumphal klang, erweist sich als größtmöglicher Zusammenbruch.

„Zwischen den Sätzen 9:  Andris Poga, NDR Elbphilharmonie Orchester
Elbphilharmonie, 5. November 2026“
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Grafenegg: Diese Vorschau macht Lust auf einen konzertreichen Sommer 2027

Grafenegg Wolkenturm © Klaus Vyhnalek

Programm Grafenegg 2027

Nach 20 Jahren Intendanz des Festivalgründers Rudolf Buchbinder wird im 21. Jahr des Bestehens ein neues Kapitel des Programmes der Konzertstätte am Wagram aufgeschlagen. Den Ankündigungen nach ist es vielversprechend – zu hoffen ist, dass diese Versprechungen auch eingehalten werden können.

„Programm Grafenegg 2027
klassik-begeistert.live, 6. November 2026“
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Palazzetto Bru Zane erweckt Léo Delibes’ „Jean de Nivelle“ zu neuem Leben

Léo Delibes      Jean de Nivelle
Hungarian National
Philharmonic Orchestra
Hungarian National Choir
György Vashegyi
BZ 1066

von Peter Sommeregger

Der französische Komponist Delibes ist auf internationalen Spielplänen heute nur noch mit seiner Oper „Lakmé“, und den Balletten „Coppélia“ und „Sylvia“ vertreten, seine zahlreichen anderen Bühnenwerke sind weitgehend in Vergessenheit geraten.

„Léo Delibes, Jean de Nivelle
CD-Besprechung, 7. November 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 7. NOVEMBER 2026

Xabier Anduaga © Gemma Escribano

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Wien/Staatsoper
4.11.2026 „La fille du régiment“, Staatsoper, „Tenorale Höhenflüge“
Nach vier Jahren hat die Regimentstochter wieder an der Staatsoper vorbeigeschaut und sich in einen neuen Tonio verliebt: Xabier Anduaga ist in dieser Partie nun endlich auch in Wien zu Gast und begeistert das Publikum.
operinwien.at

„DIE SAMSTAG-PRESSE – 7. NOVEMBER 2026
klassik-begeistert.live“
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Götterdämmerung: Diese Erstveröffentlichung auf CD begeistert als musikalischer Opernkrimi

CD-Besprechung:

RICHARD WAGNER     GÖTTERDÄMMERUNG

Klanglich großartig restaurierter Mono-Livemitschnitt vom 28. Juli 1954 aus Bayreuth

Profil Edition Hänssler

Diese Erstveröffentlichung auf CD begeistert als musikalischer Opernkrimi: ASTRID VARNAY, MARTHA MÖDL, WOLFGANG WINDGASSEN, GUSTAV NEIDLINGER, JOSEF GREINDL, HERMANN UHDE und MARIA VON ILOSVAY beschwören antike Tragik, nervenzerreißende Spannung und psychologische Wahrhaftigkeit

von Dr. Ingobert Waltenberger  

Die gloriosen fünfziger Jahre der Bayreuther Festspiele sind in akustischen Dokumenten von einer geradezu unglaublichen Fülle und Qualität überliefert. Kaum ein anderes Jahrzehnt eines internationalen Opernfestivals dürfte der Nachwelt ein vergleichbar reichhaltiges klingendes Vermächtnis hinterlassen haben. Das Spektrum reicht von Hans Knappertsbuschs legendärem Eröffnungs-Parsifal 1951 mit Martha Mödl, Wolfgang Windgassen und Ludwig Weber über Herbert von Karajans Meistersinger desselben Jahres und dessen Tristan und Isolde von 1952 mit Martha Mödl und Ramón Vinay bis zu den zahlreichen Ring-Dokumenten unter Clemens Krauss, Joseph Keilberth und Hans Knappertsbusch.

„Richard Wagner, Götterdämmerung, Bayreuther Festspiele 1954
klassik-begeistert.live, 6. November 2026“
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Hilary Hahn präsentiert Bruchs Sahnestück in bezaubernder Klangfarbigkeit

Hilary Hahn © Dana van Leeuwen

7. Premieren-Abonnementkonzert „Mozart der Extraklasse“

Wolfgang Amadeus Mozart   Ouvertüre zu „Don Giovanni“ KV 527
Max Bruch    Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26
Aziza Sadikova    „Labyrinthe du Temps“ – Konzert für Violine, Akkordeon und Orchester
Robert Schumann    Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120

Hilary Hahn    Violine
Geir Draugsvoll    Akkordeon
Omer Meir Wellber    Dirigent
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 5. November 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Zwei heftig donnernde Orchestertutti, dann ein unmittelbarer Wechsel zu zurückhaltend düsteren Klängen: Mozarts Ouvertüre zu Don Giovanni bietet sich mit ihren markanten Gegensätzen bestens an als optimales Warm-up und idealer Opener für einen an dynamischen wie auch stilistischen Kontrasten geradezu überreichen Konzertabend der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, die diesmal unter dem energischen Dirigat von Omer Meir Wellber agiert. Im steten Hin und Her, zwischen luftiger Leichtigkeit, dann abrupt umschaltend auf den geballten Einsatz aller Instrumente zwecks erfolgreicher Erzielung maximaler Lautstärke, rauscht das Werk wie ein ungestümer Wirbelwind vorbei. Ob man als Zuhörender will oder nicht: Derart viel Action macht den Kopf frei.

„Hilary Hahn, Omer Meir Wellber, Bruch, Mozart, Schumann
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 5. November 2026“
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Siegfried: Was vom Kind im Helden bleibt

Siegfried © Monika Rittershaus

Tobias Kratzers Siegfried an der Bayerischen Staatsoper

Bayerische Staatsoper, München, 4. November 2026

SIEGFRIED
Komponist Richard Wagner. Dichtung vom Komponisten.
Zweiter Tag des Bühnenfestspiels Der Ring des Nibelungen (1876)

Musikalische Leitung:  Vladimir Jurowski

Inszenierung:  Tobias Kratzer

Mitarbeit Regie:  Matthias Piro
Bühne und Kostüm:  Rainer Sellmaier
Licht:  Michael Bauer
Video:  Manuel Braun, Jonas Dahl, Janic Bebi
Dramaturgie:  Bettina Bartz, Olaf Roth

von Getong Feng

Am 29. Oktober 2026 feierte Tobias Kratzers Siegfried an der Bayerischen Staatsoper in München Premiere. Siegfried ist der dritte Teil des Rings, doch in der Geschichte seines Titelhelden liegt der Keim der ganzen Tetralogie. 1848 entwarf Wagner zunächst ein eigenständiges Drama mit dem Titel Siegfrieds Tod, aus dem später Die Götterdämmerung hervorging. Die Vorgeschichte des Helden erzählte er später in Der junge Siegfried. Im Oktober 1851 entschied er, den beiden Dramen Das Rheingold und Die Walküre voranzustellen. Aus einem Drama über den Tod des Helden erwuchs so der Ring des Nibelungen, den Wagner erst 1874 vollendete.

„Richard Wagner, Siegfried, Tobias Kratzer
Bayerische Staatsoper, München, 4. November 2026“
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